|
Damaszenerpaket (Feuerverschweißen) Auf die Herstellung von Mustern durch Tordieren, Stempeln usw. will ich hier nicht eingehen. Ich erkläre den relativ einfachen Vorgang des Verschweißens von Stahlstücken. Feuerschweißen konnte normalerweise jeder Schmied. Wichtig: Aufbau des Pakets: die äußeren Schichten müssen aus kohlenstoffarmen Stahl sein ! Dann immer abwechselnd harter, weicher Stahl. Harter (kohlenstoffreicher) Stahl schmilzt früher und verbrennt auch früher als weicher. Die Stücke werden mit Stahlklammern zusammengehalten. Eines der weicheren Stücke kann man länger lassen und als Griff verwenden. Moderne Methode: Die Stücke an einem Ende elektr. verschweißen. Ohne Schweißpulver gehts nicht ! Schweißpulver: Borax oder Quarzsand Manche Schmiede verwenden ihre eigen Mischungen. z.B. Sand und Schlagge oder Borax mit Eisenoxid. In Japan irgendwelche Schlämme usw. Das ist aber eine Wissenschaft für sich. Normaler Quarzsand aus dem Baumarkt funktioniert auch. Borax schmilzt früher und ist leichter zu verarbeiten (sollte aber trocken sein). Das Schweißpulver wird auf das glühende Paket gegeben. Es schmilzt, verdrängt die Oxide und bildet einen "luftdichten" Mantel. Außerdem setzt es die Schmelztemperatur in den Schichtgrenzen herunter. Dann wird das Paket auf Schweißtemperatur gebracht (weißglühender, teigiger Zustand), die Schlaggeschicht leicht abgeklopft und das Paket mit wenigen gezielten Hammerschlägen verschweißt. Die Schwierigkeit ist die richtige Temperatur zu erkennen. Der Stahl sollte nicht zu "kalt" sein aber auch nicht verbrennen. Anschließend kann das Paket geteilt und wieder verschweißt werden, bis man die gewünschte Schichtzahl bekommt.
|
||
|
Verschweißtes Paket:
|
||
![]() |
![]() |
|
|
Kohleesse: |
Paket in Gasesse: | |
. ![]() |
![]() |
|
![]() |
Messerklinge aus grobem (wenige Schichten) Damaszenerstahl. Mit Eisen(III)chlorid geäzt. |
|